Exkursion der Q2 nach Bonn

Unterricht im Bunker

Im Dezember unternahm der Leistungskurs Geschichte gemeinsam mit Schülern der Sowi-Grundkurse und ihren Lehrern Herrn Eul, Herrn Haumer und Herrn Dr. Kattelans eine Exkursion nach Bonn und Ahrweiler, um sich vor Ort ein Bild von der Nachkriegsgeschichte der BRD im Zeichen des Ost-West-Konfliktes zu machen.

Als erste Etappe unseres außerschulischen Unterrichts besuchten wir den ehemaligen Regierungsbunker in Ahrweiler, dessen Eingang „versteckt“ zwischen den Weinbergen liegt. Wir fuhren um 07:30 Uhr zu früher Stunde los. Der Bunker verschlang damals enorme Geldmengen für den Bau, die Instandhaltung und Personal, seine „Tüchtigkeit“ musste er glücklicherweise außer bei Übungen jedoch nie im Ernstfall unter Beweis stellen. Wir erfuhren Details über die Einrichtungen des Bunkers, wie zum Beispiel die sanitären Anlagen oder Schutzmaßnahmen und Vorrichtungen gegen radioaktive Strahlung und erhielten einen Überblick über die Umstände, die das Leben und die Arbeit unter höchster Geheimhaltung in einer solchen Anlage mit sich zogen, und die tatsächliche Relevanz und Nähe des Ost-West-Konflikts zu Deutschland.

Im Anschluss an die interessante Besichtigung dieser Anlage, welche abgesehen von der Gedenkstätte selbst übrigens inzwischen größtenteils zurückgebaut wurde, machten wir uns auf den Weg zum Verteidigungsministerium in Bonn (der Hardthöhe), wo wir ein Mittagessen in der Kasernenkantine zu uns nehmen konnten. Unser Gastgeber, Jugendoffizier Hauptmann Sebastian Linke aus Düsseldorf, gab uns im Laufe einer kurzen Führung auf dem Gelände des Ministeriums einen Einblick in die historische Bedeutung und Verwendung des Standorts Bonn sowie dessen mit der Zeit einhergehenden Veränderungen in Folge der deutschen Wiedervereinigung und der Modernisierung der Streitkräfte. So berichtete er davon, dass erst 2017 das Kommando Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr aufgestellt wurde, um unsere Freiheit jetzt auch „im Netz“ zu verteidigen.

Im Anschluss daran begaben wir uns voller Vorfreude zum Haus der Geschichte. Zwar war die Dauerausstellung zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch wegen Umbauarbeiten gesperrt, jedoch nutzten wir die Möglichkeit einer Führung von einem jungen und kompetenten Museumspädagogen durch das Depot des Hauses, wo eine Behelfsausstellung eingerichtet wurde. In diesem wurden viele Ausstellungsstücke unterschiedlichster Art wie z.B. das „ungefüllte“ Tintengefäß, aus dem Konrad Adenauer 1949 das Grundgesetz unterschrieb (es handelte sich tatsächlich um einen Patronenfüller, verlieh dem Moment aber eine besondere Note), präsentiert. Die Führung war nicht nur durch die Vielseitigkeit der Objekte, sondern auch oft aufgrund der durch sie vermittelten Komik wegen der teilweise nichtigen Wirkung, amüsant.

Und so konnten wir im besten Gewissen, viele neue Erkenntnisse und Eindrücke auf unserem Exkursion gewonnen zu haben, leicht ermüdet, aber dennoch bester Laune, die Heimreise antreten, die uns letztendlich um 18 Uhr zurück zur Gaesdonck führte. Im Verlauf des Tages wurde die Geschichte unserer Bundesrepublik somit für alle ein ganzen Stück weit nachvollziehbar.

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