Sommerpraktikum 2014 an der Radboud Universität Nijmegen
Vom 14. bis zum 17. Juli hatten wir, Sebastian Broede, Jan Verhülsdonk, Adrian Smeets, Lennart Beaupoil, Vanessa Dietze und Katrin Bouss, die Möglichkeit an einem Praktikum an der Radboud Universtät (RU) in Nimwegen im Fach Astrophysik teilzunehmen. Von Montag bis einschließlich Donnerstag ging es morgens mit einem Taxi nach Nimwegen und zum Teil erst in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages zurück.

Am ersten Tag wurden wir in einer Forschungsabteilung RU von Professor Hörandel begrüßt, der uns auch in den weiteren Tagen begleitete.
In dieser Abteilung im Bereich Astrophysik arbeiten mehrere Doktoranten und Professoren an unterschiedlichen Forschungsthemen. Professor Hörandel, beispielsweise, forscht an kosmischer Strahlung und wirkt in diesem Zusammenhang bei mehreren Forschungsprojekten mit. Eines davon führte ihn vor einigen Jahren z.B in der Antarktis.

Nach der Begrüßung gab uns Professor Hörandel eine kurze Einführung in die Radioastronomie. Danach wurden wir schon auf das Highlight des Praktikums am Mittwochabend vorbereitet: einer Observation mit einem Teleskop auf dem Dach des Instituts.
Besagtes Teleskop ist mit einer empfindlichen CCD Kamera ausgestattet, wie es sich in einfacherer Bauweise beispielsweise auch in einem Handy befindet. Mit dieser ist es möglich, Aufnahmen von Sternen oder Planeten zu machen. Prof. Hörandel erklärte uns die Funktionsweise und gab uns im Anschluss noch eine theoretische Einweisung in das Teleskop.

Das Teleskop steht unter einer drehbaren Kuppel. Mit Hilfe der Leiter können auch Beobachtungen mit bloßem Auge durchgeführt werden.

Am nächsten Tag beschäftigten wir ausführlicher mit der Radioastronomie. Ein Doktorand gab uns mit Hilfe eines Vortrages am Vormittag weitere Einblicke in diesen Teilbereich der Astrophysik. Am Nachmittag konnten wir anhand einer Radioaufnahme des Forschungsinstituts „Rothney Astrophysical Observatory“ (RAO) in Calgary, Canada, und entsprechenden Auswertungsaufgaben unser Wissen testen.

Die Ausrichtung des Teleskops lässt sich bequem am Bildschirm steuern.

Durch verschiedene Vorträge über astronomische Themen in den folgenden Tagen wurde unser Wissen in diesem Fachgebiet erweitert. So erfuhren wir mehr über die Geschichte der Astronomie, schwarze Löcher, dunkle Materie und etwas über die Forschung am LHC und das neu entdeckte Higgs Boson.

Am Mittwochabend begaben wir uns dann auf das Dach der RU um unsere Observationen zu starten. Wir konnten nach einiger Zeit mehrere Planeten, wie den Mars und Saturn, beobachten und beeindruckende Bilder vom Mond aufnehmen.

Der Mond mit dem Handy fotografiert.

Der Saturn mit seinem Ringssystem.
Da an der niederländischen Universität natürlich nicht nur deutsche Forscher arbeiten, kam es vor, dass manche Vorträge und die nächtliche Himmelsbeobachtung in Englisch erfolgten. So lernten wir nicht nur etwas über Astrophysik, sondern konnten gleich auch unsere Englischsprachkenntnisse verbessern und anwenden, um so auch interkulturelle Erfahrungen zu machen.

Am letzten Tag, Donnerstag, hielt Herr Hörandel zuerst noch einen kleinen Vortrag über kosmische Strahlung, um uns dann mit dem Myonen Messgerät vertraut zu machen. Zum Abschluss maßen wir dann an verschiedenen Stellen in der Uni den Fluss atmosphärischer Myonen.

Nach einer kurzen Abschlussrunde war unser Praktikum beendet. Wir hatten alle sehr viel Neues über Astrophysik gelernt und nebenbei Einblicke in den Forschungsbetrieb an einer Universität gewonnen. Auch den Kontakt mit den Doktoranden von Herrn Prof. Hörandel aus den Niederlanden und Südafrika fanden wir alle sehr bereichernd.

Ein besonders herzlicher Dank gilt Herrn Prof. Hörandel und seinen Mitarbeiter für die interessanten Tage. Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei der Euregio Rhein Waal für die finanzielle Unterstützung, sowie dem Rotary Club Moyland und der Physik-Fachschaft unserer Schule für die Organisation des Praktikums von seitens des CAG.

 

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