Feuerwehrübung auf Gaesdonck
„Hurra, Hurra die Schule brennt!“ - wenn auch nur in der Übung

„Das ist mal ein cooler Samstagsunterricht,“ sagte Benjamin aus der Sexta, als er wieder mit seinen Freunden ins Schulgebäude kam. „Ich glaube, ich gehe später auch mal in die Feuerwehr,“ fügte er noch schnell hinzu, bevor er wieder in den Bioraum verschwand. „Es gibt doch wohl nichts Cooleres, als so eine Drehleiter zu bedienen.“
Dies zeigt deutlich: für die Schüler war es eine willkommene Abwechslung während des Samstagsunterrichts, denn soeben war eine sehr realistische Feuerwehrübung beendet worden und man darf sagen, dass sie zur vollsten Zufriedenheit der Verantwortlichen auf der Gaesdonck und seitens der Feuerwehr ausgefallen war.

Einige Minuten nach 10:00 Uhr, die 3. Stunde hatte gerade angefangen, unterbrach die laute, eindringliche Feuersirene den Unterricht. Sowohl die Lehrer als auch die Schüler, die mittlerweile öfter mit einem Probealarm diese Situation geübt hatten, brachten sich routiniert in Sicherheit und bewegten sich ruhig und unaufgeregt Richtung Sportplatz. Doch dieses Mal war es etwas anderes. Eine Klasse rief aus dem Fenster des Hauptgebäudes um Hilfe und eine weitere konnte nicht einmal die Fenster öffnen und klopfte gegen die Scheiben. Nach und nach verbreitete sich Rauch im gesamten Schulgebäude. Nach einigen Minuten traf dann auch die Feuerwehr aus Goch ein. Mit einem großen Aufgebot befuhr man direkt den Marmorplatz (Schulhof) und brachte die notwendigen Gerätschaften und Fahrzeuge in Stellung. Wasserschläuche wurden verlegt, Atemschutz angelegt und auch der große Leiterwagen brachte sich in Position. Diesmal schien das Ganze etwas ernster zu sein. Die hervorragend aufeinander eingespielten Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Goch unter der Leitung von Stadtbrandmeister Binn begann sofort und routiniert mit der Bergung der eingeschlossenen Personen. Immer zu zweit oder zu dritt wurden die Schülerinnen und Schüler über den Leiterwagenkorb in Sicherheit gebracht. Gleichzeitig wurden die eingeschlossenen Schüler von einem mit Atemschutz ausgerüsteten Team befreit und schnell an die frische Luft gebracht. Schon nach ca. 30 Minuten hatten die Rettungsleute die Situation vollkommenen im Griff und auch die zwei vermissten Schülerinnen, die sich noch in den naturwissenschaftlichen Räumen der Schule befanden, waren gefunden worden.

Eine gelungene Übung für einen Ernstfall, der hoffentlich nie eintreten wird. Es ist für die Gaesdoncker Gemeinschaft gut zu wissen, dass man sich auf die Gocher Feuerwehr mit ihren ehrenamtlichen Helfern bestens verlassen kann. Herzlichen Dank!





















 

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