Fremdsprachentheater
Le Malade Imaginaire

Am Mittwoch, dem 23. November, fand in der Aula der Gaesdonck die Theateraufführung des Stückes „Le Malade Imaginaire“, das 1673 von Molière geschrieben wurde, statt. Zu Gast auf der Bühne waren die fünf Schauspieler des TNT Théâtre, das weltweit für seine ideenreichen Inszenierungen bekannt ist.

Der Hypochonder Argan will seine Tochter Angélique mit dem angehenden Arzt Thomas Diafoirus verheiraten, damit ihm immer einen Arzt zur Verfügung steht. Diese ist davon überhaupt nicht angetan, denn Thomas ist ein Langweiler und sehr konservativ. Sie liebt Cléante, von dem allerdings will Argan nichts wissen. Wenn sie sich weigert, Thomas als Mann zu nehmen, will Argan sie ins Kloster schicken. Das käme auch seiner zweiten Ehefrau Béline sehr gelegen. Die Dienerin der beiden, Toinette, steht aber auf Angéliques Seite, und gemeinsam mit Béralde, dem Bruder des vermeintlich Kranken, entwickelt sie einen Plan, um Argan umzustimmen. Argan soll sich totstellen, damit er erkennt, dass Béline nur auf sein Geld aus ist. Am Ende schließlich wird er selbst, durch ein falsches Ritual, zu einem Arzt ernannt.
Molière zeigt in dieser Komödie deutlich seine Geringschätzung für die Ärzte seiner Zeit. Das Stück ist für ein Theaterstück des 18. Jahrhunderts recht frisch und lebendig, was hauptsächlich auf den frechen und rebellischen Charakter Toinettes zurückzuführen ist.

Bei der 3. Aufführung 1673, kippte Molière, der selbst die Rolle des Argan spielte, ein paar Stunden später tot um. Er starb an einem Blutgerinnsel.

Ich persönlich, und das habe ich auch von einigen anderen Mitschülern gehört, fand die Aufführung gut und unterhaltsam. Das Stück wurde meiner Meinung nach modern umgesetzt. Durch einige humorvolle Zwischenszenen, konnte man immer wieder lachen. Jedoch fand ich auch, dass die Schauspieler etwas zu schnell geredet haben, sodass man von der Sprache nicht viel verstehen konnte, doch das hat sich durch die Gestik und Mimik der guten Schauspieler ausgeglichen.
Alles in allem fand ich das Theaterstück gut und unterhaltsam und kann es jedem empfehlen, der sich für klassische Stücke, die modernisiert wurden, interessiert.

 

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