Achte Schulwallfahrt

Gaesdonck auf den Beinen

 

Es ist 12.50 Uhr; ein ziemlich beachtlicher Menschenstrom zieht vom Sammelplatz Keylaer die Hubertusstraße hinauf – Richtung Kevelaer Zentrum, zur Basilika. Dort feiern die bestimmt 800 Gaesdoncker Schüler, Lehrer, Erzieher, Mitarbeiter und einige Eltern den Abschlussgottesdienst der diesjärigen Wallfahrt. Die gesamte Schul- und Internatsgemeinschaft ist seit den frühen Morgenstunden für diesen Glauben und Gemeinschaft stiftenden Höhepunkt unterwegs, außerdem: ein logistisches Großunternehmen: Ab 7.00 Uhr werden in der Gaesdoncker Mensa von Schülern und Küchenfachkräften mehr als 1000 Brötchen präpariert, die zusammen mit verschiedenen Getränken an den Versorgungsstationen der beiden Wallfahrtsrouten als Proviant dienen. Vier WC-Kabinen werden vor Ort aufgestellt. Vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn trifft sich die Jahrgangsstufe Q1/12, die für die Wegbegleitung der Klassen und Stufen, für die Querungshilfen und für den Sanitätsdienst verantwortlich ist. Stufenleiter Thorsten Kattelans gibt achtzig Warnwesten aus, dazu Kartenmaterial, Notfallnummern und Erste-Hilfe-Ausrüstungen.

 


 

Zwischendurch, nämlich um 8.00 Uhr, hat eine der drei Aussegnungen in der Klosterkirche begonnen, ein kurzer Wortgottesdienst, der die jugendlichen Wallfahrer auch mental auf den Weg bringt. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Bis 8.45 Uhr sind alle Klassen und Stufen auf einer der beiden Wallfahrtsrouten unterwegs. Erzieher, Freiwillige und Handwerker haben inzwischen stationäre Querungshelfer, Lektoren für die Besinnungsstationen und die Versorgungsteams mit dem entsprechenden Material an Ort und Stelle gebracht und aufgebaut, das Wetter ist zunächst bewölkt, dann sonnig warm … alles nimmt seinen Lauf … das meiste gelingt ganz gut.


 





Spiritual Cornelius Happel greift in der Marienbasilika, Ort des Abschlussgottesdienstes, das kirchliche Jahresanliegen der Barmherzigkeit und offenen Pforte auf und betont unter Einbezug der aktuellen Europameisterschaft die wegweisende Bedeutung der Metapher von der geöffneten Tür. - Wir können mit diesem besonderen Tag zufrieden sein.

 


 

Einmal im Jahr und insgesamt seit 1849, dem Gründungsjahr der Internatsschule, pilgern die Gaesdoncker nach Kevelaer, seit 2007 mit der ganzen Schulgemeinschaft. Die besondere Verehrung der Mutter Jesu in Kevelaer hat 374 Jahre Tradition. Die von der Venloer Synode anerkannte Madonnenvision der Eheleute Busmann führte im letzten Viertel des Dreißgjährigen Krieges 1642 zur Entstehung des Wallfahrtortes. Die Trösterin der Betrübten ist die ursprüngliche Bezeichnung der Luxemburger Madonna, die gleichsam als papiernes Bildchen, als Kopie aus Antwerpen, von belgischen Soldaten mitgebracht, an den unteren Niederrhein gelangte.





















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