Randa Winter 2015/2016
Alles außer gewöhnlich

Unser Winterurlaub 2015/2016 war in vielerlei Hinsicht besonders und das begann schon weit vor der Abfahrt. So schnell wie in diesem Jahr waren die Plätze für neun Tage Ski-Fahren noch nie ausgebucht. Vor allem viele ältere Schüler und frisch gebackene Abiturienten waren mit dabei, wobei natürlich immer noch eine gesunde Mischung der Generationen herrschte. Somit hatte Herr Schalück mit seinen liebevoll „Loser“ genannten Ski-Anfängern keinerlei Probleme.

Uns erwartete hier in Randa ein außergewöhnliches Wetter für Ende Dezember, das mehr an Herbst erinnerte, denn Schnee suchte man hier vergebens. Seit Wochen war kein Neuschnee mehr gefallen und somit waren auch die Pisten auf Kunstschnee angewiesen, was dank größtenteils sonnigem Kaiserwetter dem Ski-Vergnügen und der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Das merkte man an einem gewissen Übermut, der zu keinen ernsthaften Verletzungen führte, sondern äußerst lustige Ski-Patzer, Liftunfälle und einen Flachköpper-Flashmob provozierte – da stockte einer sogar kurz der Atem! Und zu guter Letzt, er kam ja noch der Schnee, und zwar mit außergewöhnlicher Wucht zwei Tage vor der Abfahrt.

Durchaus bemerkenswert ist die außergewöhnlich verwirrend gestaltete Organisation wer mit welchem Taxi nach Zermatt fährt, denn ob jetzt diejenigen Aufzeigen sollen, die mit dem letzten der Taxis von gestern heute nur spät hin und später wieder früher zurück fahren oder diejenigen, die heute in der Früh später als gestern fahren und abends früher im Bett waren als zu spät wie vorgestern, war eher undurchsichtig. Wir schieben es mal auf die allgemeine Müdigkeit am frühen Morgen und empfehlen Herrn Schalücks „So! Jetzt alle mal kurz aufzeigen“-Programm vorläufig nur als Beta-Version.

Man konnte diesmal den Eindruck gewinnen, wir Augustiner hätten ein Lazarett unter Leitung von Hütten-Schamane Jochen eingerichtet anstatt eines Ferienlagers, so außergewöhnlich oft wurde gehustet, geschnieft und gebrochen – letzteres war aber dann doch die Ausnahme einmal auf menschlicher und einmal auf tierischer Seite. Die Anzahl der krankheitsbedingten Komplettausfälle war trotzdem gering. Die Kräfte reichten zumindest für nervenzerfetzende Runden Extrem-Ligretto, die Kreativität reichte für kleine Gemeinheiten wie Wecken mit Rasierschaum sowie einem Gruß mit Schweinefuß und die Geduld reichte, um den ewigen Kampf zwischen Hunde-Dame Eyka und Jung-Schäferhund Sam zu ertragen.

Außergewöhnlich war der Silvester-Abend auf den ersten Blick nicht, aber wir konnten bei allen Aktivitäten noch einen draufsetzen: der Gesang in der Messe war lieblicher, „Dinner for one“ lebendiger (weil live), der Spüldienst schneller und das Feuerwerk der Marke „Pyro Pum’s Rohrkerpierer“ lauter denn je.

Auch die Leistung der Küchen-Crew kann in jeglicher Hinsicht als außergewöhnlich bezeichnet werden. Der Speiseplan war in diesem Winter eine leckere kulinarische Weltreise von der Schweiz (Rösti) über Spanien (Tortilla) bis nach Amerika (Pulled Pork). Dabei hatte das sonst so harmonische Team tatkräftige Unterstützung eingekauft, um unangenehme Entscheidungen schnell und unabhängig zu treffen, wenn es doch mal hieß „Da müsste sich mal jemand drum kümmern“ oder „Wer ist dieser WIR?“. Krokodil „Harry“ entschied außergewöhnlich fair, wer schnippeln, schlafen, in den Keller gehen oder Bier holen durfte. Allerdings konnte auch Harry nicht die bisweilen bizarren musikalischen Leckerbissen verhindern, die regelmäßig die Küche beschallten. Neben der Überstrapazierung von Klassikern wie „We build this city“ und „Jein“ ertönten auch lyrisch feingeistige Hits zu den Themen Selber-machen-lassen, Polizei und Kartoffelsalat. (Haben Sie nicht verstanden? Keine Sorge, das war der Insider-Gag für dieses Jahr)

Am Ende sagen wir deshalb DANKE für diese außergewöhnlichen neun Tage an alle, die diese Freizeit möglich gemacht sowie darüber hinaus mit angepackt haben und unter anderem eine neue Feuermelder-Anlage installierten oder einen gemütlichen Wein-Käse-Abend organisierten. Besonders erwähnen möchten wir an dieser Stelle die Ski-Lehrer Carola und Gerd Schalück sowie Jessica und Stefan Verbeek für die Mühen auf der Piste und das Küchen-Team für eine außergewöhnliche Verpflegung.

 

 

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