Besuch des Chemiedifferenzierungskurses an der Universität Duisburg-Essen

Ackerboden, Waldboden oder Blumenerde?

Am 6.11.15 machte sich der Chemiedifferenzierungskurs der Obertertia in Begleitung des Kurslehrers Udo Harnisch auf, um im Schülerlabor am Institut für Chemie und ihre Didaktik der Universität Duisburg-Essen ein Schülerexperimentierpraktikum durchzuführen. Untersucht wurden drei verschiedene Böden auf Nitrat- und Phosphatgehalt, pH-Wert und Kalkgehalt. Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler eine unbekannte Bodenprobe, diese sollte dann in einem zweiten Durchgang mit bekannten Böden verglichen werden.

Die Untersuchungen fanden in einem professionellen Universitätslabor statt, in dem normalerweise Studentinnen und Studenten des Lehramtes Chemie ihre Praktika absolvieren. Begleitet und angeleitet wurde der Kurs von der Doktorandin Kathrin Schüssler und zwei studentischen Hilfskräften. Für den Kurs war das Praktikum durchaus eine Herausforderung. Zwar verfügen die Schülerinnen und Schüler über eine gute Erfahrung im Bereich der Schülerexperimente, dennoch musste man sich bei der Analyse der Bodenproben gut organisieren und konzentrieren. Im Großen und Ganzen gelangen die Experimente, die unbekannten Bodenproben konnten den bekannten gut zugeordnet werden.

Einzelne Gruppen erhielten allerdings etwas ungewöhnliche Ergebnisse. So lag der Kalkgehalt eines Bodens bei ca. 320%. Dass dieser Wert etwas unrealistisch war, konnten selbst mathematisch Unbegabte schnell schlussfolgern. Man sieht hier deutlich, dass man experimentieren und forschen nur durch experimentieren und forschen lernt. Der Chemiedifferenzierungskurs ist da eine gute Möglichkeit, seine handwerklichen und organisatorischen Fähigkeiten zu schulen. Darüber hinaus ist auch der kooperative Aspekt nicht zu vernachlässigen. Alleine kann man die Untersuchung nicht durchführen und erst die Gesamtheit aller Gruppen führte zu einem statistisch abgesicherten Ergebnis.

Im Anschluss an das Praktikum erforschten die meisten der Kursteilnehmer die Essener Innenstadt, einige besichtigten mit Herrn Harnisch den Campus der Universität Duisburg-Essen am Standort in Essen. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von der Größe des Audimax, dem größten Hörsaal am Ort, der ca. 500 Studenten Platz bietet. Insgesamt beurteilten alle Beteiligten die Veranstaltung in Essen als gelungen, der Besuch des nächsten Chemiediffkurses wird demnächst beantragt.


 

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