Exkursion der Quintaner ins Neandertalmuseum nach Mettmann

Dem Neandertaler auf der Spur – Verlaufen inklusive...

Der Neandertaler muss ein durchaus sympathischer Kerl gewesen sein. Zumindest gab sich die nachgemachte Wachsfigur im Foyer des Neandertalmuseums alle Mühe, die Gaesdoncker Quintaner charmant anzulächeln, die sich am ersten Schultag des neuen Jahres auf eine Exkursion nach Mettmann begeben hatten.

Organisiert von der Geschichtslehrerin Frau Rüsing verbrachten knapp 110 Sechstklässler und vier begleitende Lehrerinnen und Lehrer einen interessanten Tag im Neandertal. Zunächst standen Workshops auf dem Programm, in denen Steinzeitmesser, Steinzeitlichter oder Steinzeitketten gebastelt wurden. Dabei war auch handwerkliches Geschick gefragt.

Für das Steinzeitmesser mussten die Schülerinnen und Schüler den Griff aus Holz feilen und schmirgeln, die Klinge schärfen und mit speziellem Kleber in einer zuvor geschabten Vertiefung anbringen. Als Haftmittel diente allerdings nicht das vom Neandertaler verwendete Birkenpech, sondern aus guten Gründen ein Kleber auf der Basis von Bienenwachs. Wie eine Geruchsprobe nachhaltig verdeutlichte, stinkt Birkenpech nämlich zum Himmel.

Für das Steinzeitlicht wurden Töpferfähigkeiten benötigt, um das Tongefäß für das Fett zu modellieren, das später den Brennstoff für die Kerze liefern sollte. Der Ton musste gerollt, eingedrückt und verziert werden und sorgte auch für so manche gebräunte Handinnenfläche.

Nach den Workshops standen Führungen im Museum auf dem Programm. Dabei erfuhren wir unter anderem, dass der durchschnittliche Neandertaler offenbar kleiner war als so mancher Quintaner. Dafür konnte er Feuer ohne Streichhölzer machen und, als passionierter Fleischesser, seine Wurst selber jagen und erlegen. Wir hingegen greifen heute wie selbstverständlich zum Feuerzeug bzw. ins Kühlregal.

Bevor es an die Heimfahrt ging, erkundeten wir auf einer kurzen Wanderung bei schönem Wetter und mit guter Laune einen Teil des Neandertals, in dem der Steinzeitmensch seinen Lebensraum hatte. Heute gibt es hier ein Wildgehege mit Auerochsen, Wildpferden und Wisenten. Ein Teil der Quintaner inklusive Lehrkraft bewies dabei keine großen Pfadfinderqualitäten und verlief sich, so dass die Busse mit einer halbstündigen Verspätung starten mussten. Das wäre dem Neandertaler sicher nicht passiert. Für uns aber war es ein schöner Wandertag mit allem, was eine Exkursion so bieten muss.   

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