Vortrag von Prof. Dr. Metin Tolan (Experimentalphysiker und Prorektor an der TU Dortmund)

Die Physik des Fußballspiels

Am letzten Mittwoch, den 10.09.14 konnte sich die Gaesdonck über den Besuch von  Prof. Dr. Metin Tolan (Experimentalphysiker und Prorektor an der TU Dortmund) freuen, der die Einladung zur Gaesdonck von Herrn Dr. Kattelans bereits zum zweiten Mal gerne angenommen hat.  Für die Schüler der Oberstufe und interessierte Gäste von außerhalb hielt Herr Prof. Tolan einen Vortrag über die Physik im Fußballspiel. Sein Vortrag begann mit den Worten „Tore im Fußball sind wie Salz in der Suppe, denn ohne Salz schmeckt die Suppe nicht, doch zu viel Salz und keiner möchte sie mehr löffeln.“ 

Nach seiner Meinung ist dies gerade der Grund, warum Fußball schon so lange beliebt ist und trotzdem nicht langweilig wird. Doch hat dies den Nebeneffekt, dass Fußball hier durch ungerecht wird. Tolans Definition für gerechten Sport lautet: „Umso öfter der Bessere gewinnt, desto fairer ist die Sportart.“ Beim Fußball allerdings kann ein kleiner Fehler ein gesamtes Spiel entscheiden und so gewinnt auch mal die Mannschaft, die eigentlich die Schlechtere ist. Wenn man nun  allerdings die WM betrachtet, dann sieht man, dass hier doch in einigen Fällen zumindest, die Gerechtigkeit gesiegt hat. Mit Hilfe einer Formel ließ Tolan von einem Computer 100.000-mal den Weltmeister in Bezug auf die durchschnittlich geschossenen Tore bei den Qualifikationsspielen berechnen und siehe da, selbst vor der Weltmeisterschaft sagte der Computer uns, dass wir Weltmeister würden. Andererseits ist Herr Prof. Tolan der Meinung, dass solche Berechnungen in Wirklichkeit wenig aussagen würden, denn man könnte ebenso gut die Schuhgrößen der Spieler in die Formel einsetzen, da die Startwerte zur Berechnung relativ egal seien. Es handelt sich also nur um Simulation und Spekulation.

Des Weiteren erklärte er uns, wieso der angeblich schnellste Schuss der Welt, wohl doch nur ein Messfehler um den Faktor 2 und warum ein gewollter vierfacher Schuss gegen die Latte wohl doch nur mit ein bisschen Nachbearbeitung am Computer möglich war.

Alles in Allem waren es für alle Schüler, Lehrer und Gäste sehr interessante und informative 1,5 Stunden.

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